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Silvana und Tom
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Die Erfindung 'Internet' hat uns im Juni diesen Jahres zusammengeführt (kleiner Tip: www.liebe.de), nachdem wir uns in über 190 Emails beschnuppert hatten(26 mails an einem Tag waren rekordverdächtig...)


Und so saß Tom an einem sonnigen Samstagabend, dem 17. Juni, am Heidelberger Neckarufer herum, erfreute Silvana mit der 435. sms (und D2 mit gestiegenen Umsätzen), als sie ein paar Minuten später vor ihm stand...

Halt! Eigentlich war es so, daß Tom per sms behauptete, bei ihm sei der Strom ausgefallen und ich solle ihm doch den Inhalt meiner letzten Email als sms schicken...der Stromausfall war aber nur eine Ausrede, weil er sich nämlich gerade ins Auto setzte und auf dem Weg nach Heidelberg war (wir hatten uns bis zu diesem Tag nur auf Fotos gesehen!).

Weiter geht´s...:
Ich bekam also wie gesagt eine sms: "Sitze am Neckar und träume...". Ich konnte es nicht glauben! Wie ein aufgescheuchtes Huhn rannte ich durch´s Haus und befand mich zwei Minuten später mit Handy auf dem Weg zum Neckar, der ja in unmittelbarer Entfernung war. Nach einigen Orientierungs-smsss (z.B.: "Kannst Du das Schloß sehen? Auf welcher Neckarseite sitzt Du?") wußte ich dann, wo Tom sich befand, nämlich ganz in meiner Nähe. Ich ging mit zittrigen Knien die Treppen zum Flußufer hinunter. Da, hinter den Sträuchern mußte er sein, und...ich saß schon seine Füße! Eigentlich wollte ich ihn überraschen, d.h., mich anschleichen, war aber nicht möglich war, weil der Kies unter meinen Füßen knirschte wie blöd. Und da lag er nun auf einmal, auf einer "gesammelten" Lufthansa-Decke. Ich glaube, mein Herz konnte man bis nach Timbuktu schlagen hören!
Ich hockte mich neben ihn und brachte gerade so ein "Hi" heraus. Er hatte die Augen geschlossen und wartete auch noch ganz gemein etwa 10 Sekunden, bevor er einen Blick in meine Richtung riskierte. Nachdem wir uns dann endlich in die Augen gesehen hatten, saßen wir noch eine Ewigkeit am Neckar, betrachteten die untergehende Sonne, die sich in den Glaswänden des gegenüberliegenden Hotels spiegelte und genossen unser Herzklopfen (oder waren´s Schmetterlinge?).
Wie dann alles weiterging? Tom ist dran mit erzählen...

Nochmal zurück zum Anfang: Ich saß also am Neckar und wartete auf die große Unbekannte (so groß konnte sie aber bei 157 cm nicht sein... :o) ). Die ersten Stunden waren wir wohl beide etwas verwirrt und warfen vor lauter Aufregung tonnenweise Steine in den Neckar. Wir redeten vom Reisen, von Skandinavien und vom Angeln, Eis verkaufen und von der Bundeswehr (was haben die denn für Gesprächstoff drauf???)

Gegen 22 Uhr nahm Silvana mich mit zu ihr ins Wohnheim, und wir kochten...gegen 23 Uhr war das Essen fertig...um Mitternacht saßen wir mit vollem Bauch auf dem Balkon und redeten...um 1 Uhr dachte ich das erste Mal, daß sie mich gleich rauswirft, weil sie doch einen Frühdienst vor sich hatte...um 2 Uhr dachte ich zum zweiten Mal, daß ich gleich gehen muß, weil´s für´s erste Kennenlernen ja auch reicht, aber Silvana zeigte mir ihr Dach, wo sie oft stundenlang sitzt...um 3 Uhr schauten wir uns Millionen Sterne an und es wurde kühl...um 4 Uhr wurde es langsam hell und kühler...wir wärmten uns ein bißchen und hielten uns fest, damit niemand vom Dach herunterrutschen konnte.

.........um 4.27 Uhr ging die Sonne auf (glaube ich).....



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